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Abfindung nach 21 Jahren – Höhe und netto (2026)

Regelabfindung nach § 1a KSchG: 10,5 Bruttomonatsverdienste nach 21 Jahren Betriebszugehörigkeit. Beispielwerte brutto und netto mit Fünftelregelung.

Abfindung nach 21 Jahren: Beispielrechnung

Formel: 0,5 × Bruttomonatsverdienst × 21 Jahre = 10,5 Monatsverdienste. Netto-Spalte: Steuerklasse I, Fünftelregelung, Jahresgehalt = 12 Monatsgehälter, Tarif 2026.

MonatsverdienstAbfindung (0,5 × 21)davon netto*Ersparnis Fünftelregelung
2.500 €26.250 €19.275 €955 €
3.000 €31.500 €22.550 €1.376 €
3.500 €36.750 €25.630 €1.871 €
4.000 €42.000 €28.515 €2.500 €
4.500 €47.250 €30.794 €2.739 €
5.000 €52.500 €32.783 €2.611 €
6.000 €63.000 €36.006 €1.304 €

* Modellrechnung Steuerklasse I ohne Kirchensteuer. Individuelle Werte: Abfindungsrechner.

Einordnung: 10,5 Monatsverdienste liegen deutlich unter der Kappungsgrenze des § 10 KSchG (12 Monatsverdienste, bei Älteren 15 bzw. 18). Der Spielraum nach oben ist also rechtlich nicht begrenzt – es zählt Ihr Verhandlungsergebnis.

Wovon die Höhe wirklich abhängt

  1. Prozessrisiko des ArbeitgebersJe wackliger die Kündigung (Sozialauswahl, Betriebsratsanhörung), desto höher der Faktor – 0,75 bis 1,0 statt 0,5.
  2. SonderkündigungsschutzSchwangere, Schwerbehinderte oder Betriebsräte erzielen regelmäßig deutlich höhere Abfindungen.
  3. Kündigungsfrist als HebelNach 21 Jahren gilt eine gesetzliche Kündigungsfrist – Details: Kündigungsfrist nach 21 Jahren. Ein früherer Austritt gegen höhere Abfindung ist verhandelbar, kann aber ALG-Ruhen auslösen (§ 158 SGB III).

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Abfindung nach 21 Jahren?

Nach der Faustformel des § 1a KSchG: 0,5 Monatsverdienste pro Jahr, also 10,5 Bruttomonatsverdienste nach 21 Jahren. Bei 4.000 € Monatsgehalt sind das 42.000 € brutto. Verhandelt werden je nach Prozessrisiko 0,25 bis 1,5 Monatsverdienste pro Jahr.

Werden angefangene Jahre mitgezählt?

Ja: Ein Zeitraum von mehr als sechs Monaten wird auf ein volles Jahr aufgerundet (§ 1a Abs. 2 KSchG). Aus 21 Jahren und 7 Monaten werden also 22 anrechenbare Jahre.

Was bleibt netto von der Abfindung übrig?

Die Abfindung ist sozialversicherungsfrei; es geht nur Steuer ab. Mit der Fünftelregelung (§ 34 EStG) bleiben je nach Einkommen meist 60–85 % übrig. Die Tabelle oben zeigt Beispielwerte für Steuerklasse I – individuell rechnen Sie mit dem Abfindungsrechner.

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